Ich weiß eigentlich gar nicht ob ich das öffentlich zugeben soll, dass ich des öfteren zu Chick-fil-A gehe. Aber von all den myriaden Fast-Food Läden hier ist das immer noch der Beste. Es gibt dort ausschließlich Hühnchen - als Burger, als Suppe, als Strips oder Nuggets, gebraten oder paniert und gebraten. Dann haben die noch Fruchtbecher mit echten Früchten, Salate und ganz prima Softeis. Ja klar, alles nicht so furchtbar gesund aber ich traue denen weitaus mehr, was die Lebensmittelhygiene und eklige Beimischungen zum Burgerfleisch angeht, als den Typen mit den goldenen Doppelbögen. Wieso? Weil Chick-fil-A eine auf christlichen Prinzipien basierende Fast-Food-Kette ist.
Doch, so etwas gibt es hier. Außer in der Qualität des Essens merkt man es auch an anderen Dingen. Zum Beispiel sind alle Chick-fil-A Filialen mit einem Spielplatz ausgestattet - sehr kinderfreundlich. Weiterhin ist es dort immer pikobello sauber und die Angestellten sind immer adrett angezogen und extrem freundlich und zuvorkommend. Irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass sie fast alle weiß sind - aber da muss ich nochmal genauer hin gucken, das kann bei einem Anteil der schwarzen Bevölkerung von gut 30 Prozent hier eigentlich statistisch schon gar nicht sein. Nur morgen kann ich das nicht weiter eruieren, da ist Sonntag und am Tag des Herrn hat Chick-fil-A zu. Damit die Angestellten nicht vom Kirchgang abgehalten werden. Zur Kirche geht natürlich auch der Besitzer der Kette und seine Familie. Und zu einem christlichen Lebensstil hier im Süden gehört es auch sich zur Familie zu bekennen, wie Gott sie beabsichtigt und in der Bibel festgeschrieben hat.
Also als Einheit von Mann und Frau.
Das hat der Sohn des Besitzers, der zugleich auch Vorstandsvorsitzender ist, vor ein paar Wochen ganz unschuldig einem Reporter in den Block diktiert. Worauf hier ein Shitstorm allererster Kajüte losbrach, mit Boykotten, Demonstrationen, Petitionen, Leserbriefen und allem drum and dran. Denn obwohl er es nicht direkt gesagt hatte, meinte der Vorstandsvorsitzende mit seiner Aussage, dass er natürlich als gläubiger Christ die von Gott nicht gewollte Form des familiären Miteinanders ablehnt - also Mann mit Mann oder Frau mit Frau. Also haben die Liberalen los geschrien, worauf die konservativ-christlichen zurück geschrien haben.
Für gut eine Woche konnte man zu keinem Chick-fil-A gehen ohne von Aktivisten der einen oder anderen Seite belästigt zu werden. Hier in Huntsville manifestierte sich das durch fast kilometerlange Auto-Schlangen, die sich vor den Filialen bildeten. Man war hier eindeutig auf der Seite des christlichen Abendlandes und seines Vorstandsvorsitzenden und wollte durch vermehrtes Essen von Hühnerbrüsten den Untergang der Zivilisation verhindern.
Nun ist mir das persönlich völlig schnuppe, wer mit wem ins Bett steigt und wer die Bibel wie interpretiert. Aber wenn ich nun in so einem Laden Geld lasse, unterstütze ich damit nicht Intoleranz und Engstirnigkeit? Also lieber meine Kinder mit den fragwürdigen Lebensmitteln der Konkurrenz füttern, auf spackigen Stühlen an schmierigen Tischen sitzen und unauffällig die Gangster-Rapper am Nebentisch im Auge behalten? Nein, Danke.
Ich halte es da mit dem alten Fritz - jeder soll nach seiner Façon selig werden. Und solange sie mir statt eines Chicken-Sandwich nicht ein christliches Pamphlet in die Hand drücken werden sie mit mir auch keine Probleme bekommen. Der Vorstandsvorsitzende hat genauso das Recht auf eine eigene Meinung wie ich. Solange wir das beide respektieren kann ich gut damit leben, dass sie am Sonntag zu haben ...
Von Deutschland nach Alabama ... ein Abenteuer der besonderen Art. Erlebnisse, Gedanken, Absonderlichkeiten - was mir so ein- und auffällt. Und wieso der komische Name - We're French? Siehe rechts unter "About me" ...
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Saturday, November 10, 2012
Chick-fil-A
Labels:
Chick-fil-A,
Chicken,
christlich,
Fast Food,
Kirche,
Religion
Wednesday, March 28, 2012
The Eternal City
War letzte Woche in Rom - dienstlich zwar, habe aber dennoch ein wenig Sightseeing machen können.
Kollosseum, Forum, Pantheon, Trevi Brunnen - das Übliche also.
Am eindrucksvollsten fand ich das alte Senatsgebäude auf dem Forum - eine unglaublich hohe Halle mit einer Mords-Akustik, tollem Mosaik-Fußboden und einer wundervollen eichenen Kassettendecke.
Nicht so toll war der Verkehr - Hupen und wildes Gestikulieren ersetzt dort die Verkehrsregeln, und dazwischen summen dann noch unzählige Motorroller wie wild gewordene Bienenschwärme durch das allgemeine Chaos.
Und die Römer, die modernen - immer entweder mit einer Kippe in der Hand oder einem Telefon am Ohr, meist sogar beides gleichzeitig. Gut, dass die überwiegende Anzahl der Menschen in der Stadt deutsche oder amerikanische Touristen sind.
Das Beste an dem Trip war allerdings das Essen - Spaghetti, Gnocchi, Pizza, Tiramisu, Grappa, Gelato ... ein Schlaraffenland. Dazu zum Frühstück echte Brötchen, Salami und Cappuchino. Und Sprudelwasser satt, nicht das gefilterte Leitungswasser das sie hier in Amiland in sich rein schütten und von dem ich tatsächlich Sodbrennen bekomme. nein, das gute Quellwasser mit Kohlensäure, unzählige Marken davon aber alle sehr gut.
Nun habe ich also auch Rom mal gesehen und erlebt und wer weiß, vielleicht komme ich ja noch einmal dorthin - den Vatikan habe ich nämlich noch auf der Liste stehen ...
Kollosseum, Forum, Pantheon, Trevi Brunnen - das Übliche also.
Am eindrucksvollsten fand ich das alte Senatsgebäude auf dem Forum - eine unglaublich hohe Halle mit einer Mords-Akustik, tollem Mosaik-Fußboden und einer wundervollen eichenen Kassettendecke.
Nicht so toll war der Verkehr - Hupen und wildes Gestikulieren ersetzt dort die Verkehrsregeln, und dazwischen summen dann noch unzählige Motorroller wie wild gewordene Bienenschwärme durch das allgemeine Chaos.
Und die Römer, die modernen - immer entweder mit einer Kippe in der Hand oder einem Telefon am Ohr, meist sogar beides gleichzeitig. Gut, dass die überwiegende Anzahl der Menschen in der Stadt deutsche oder amerikanische Touristen sind.
Das Beste an dem Trip war allerdings das Essen - Spaghetti, Gnocchi, Pizza, Tiramisu, Grappa, Gelato ... ein Schlaraffenland. Dazu zum Frühstück echte Brötchen, Salami und Cappuchino. Und Sprudelwasser satt, nicht das gefilterte Leitungswasser das sie hier in Amiland in sich rein schütten und von dem ich tatsächlich Sodbrennen bekomme. nein, das gute Quellwasser mit Kohlensäure, unzählige Marken davon aber alle sehr gut.
Nun habe ich also auch Rom mal gesehen und erlebt und wer weiß, vielleicht komme ich ja noch einmal dorthin - den Vatikan habe ich nämlich noch auf der Liste stehen ...
Saturday, February 4, 2012
They are feeding us crap
Unsere fünfköpfige Familie gibt im Monat gute 1800 Dollares für Essen aus. Das erscheint recht viel auf den ersten Blick, ist aber sehr gut begründbar - wir kaufen nur hochwertige Nahrungsmittel, vieles davon organisch, so weit das hier überhaupt geht. wenn wir "typisch amerikanisch" einkaufen würden, könnten wir jede Menge Geld sparen. Allerdings würden wir damit unsere Gesundheit massiv gefährden. Das hört sich übertrieben an? Dazu folgende Geschichte:
Diese Woche hat McDonalds bekannt gegeben, seit Beginn dieses Jahres werde kein Fleisch mehr verwendet, welches mit Ammoniumhydroxid behandelt wurde. Diese Chemikalie wird in der Lebensmittelindustrie dazu benutzt um Fleischabfälle von Mikroorganismen zu befreien und sie somit für den menschlichen Verzehr geeignet zu machen. Das gleiche Mittel wird übrigens auch in Düngemitteln und Sprengstoffen verwendet.
Anscheinend wurden den Hamburgern von McDonalds in der Vergangenheit bis zu 15 Prozent dieser minderwertigen, sonst zu Hundefutter verarbeiteten Ekligkeiten, zugeführt. Allerdings wohl überwiegend in den USA, da in anderen Ländern die Fleischkontrollen sehr viel strikter sind.
Die hiesige nationale Lebensmittelaufsichtsbehörde, Food and Drug Administration (FDA), hat jedenfalls Ammoniumhydroxid als ungefährlich für den menschlichen Verzehr eingestuft, da es sich dabei ja nicht um ein Zusatzmittel, wie zum Beispiel Konservierungsmittel, handelt, sondern nur um ein Hilfsmittel zur industriellen Zubereitung von Lebensmitteln. Nach einem Gesetz von 1994 konnten sie auch gar nicht anders entscheiden, denn dieses Gesetz besagt dass die FDA nur dann einschreiten kann wenn sich ein Lebensmittelzusatz erwiesenermassen als schädlich herausgestellt hat. Und da die Lebensmittellobby Geld genug hat um eigene Studien zu finanzieren ... ein Schelm, der Gutes dabei denkt.
Nun also hat McDonalds aber von sich aus diese dubiose Praxis eingestellt. Nun ja, ein bisschen Druck war schon mit dabei - ein prominenter TV-Koch hat nämlich einen regelrechten Kreuzzug geführt. Und jetzt war wohl der Imageschaden greifbar geworden, daher die oeffentliche Abkehr vom weiteren Einsatz des ob seiner Farbe so genannten "Pink Slime".
Diese Affäre hat hier in den USA für einen halben Tag so etwas wie eine Debatte über Gesundheitsbewusstsein losgetreten. Viele Kommentatoren wiesen - zurecht - darauf hin, dass die Lebensmittelindustrie noch weitaus bedenklichere Praktiken zur Gewinnmaximierung anwendet und dass vor allen Dingen in Fast Food noch weitaus gefährlichere Chemikalien und Ingredienzien zum Einsatz kommen.
aber auch in dem, was für billiges Geld in den Supermärkten angeboten sind, wimmelt es nur so vor Chemie. Ja, es gibt auch organische Lebensmittel und solche, die nach Grundsätzen der Lebensmittelreinheit hergestellt werden. Aber wenn man dafür 2 Dollar pro Gurke im Gegensatz zu 59 Cents für ein "lebensmitteltechnisch modifiziertes" Produkt zahlen soll ... gesund zu essen kann man sich hier in Amiland nur leisten wenn man gut verdient.
Geld hilft aber auch nicht, wenn man kein Bewusstsein für gutes, gesundes Essen hat. Nicht umsonst ist die amiländische Bevölkerung durchschnittlich fetter, kranker und gebrechlicher als alle anderen um sie herum. Ich kenne nicht einen Ami, der nicht irgendwelche Pillen gegen diverse Allergien, Depressionen, Zipperlein und schmerzen nimmt. Nicht einen! So richtig gesund ist hier keiner.
Wenn man ein ganzen Leben lang mit Chemie voll gestopft wird, ist man mit spätestens vierzig halt am Ende dessen angelangt was der Körper aushalten kann. Und viele fangen, vor allen Dingen mit Allergien, schon im Kindesalter mit den Malaisen an.
Nicht umsonst haben wir damals vor drei Jahren das Babypulver für unseren Jüngsten aus Deutschland importiert. Klar gibt es auch hier Babynahrung - ein Blick auf die Zutatenliste jedoch hat damals gereicht und es war klar, dass kein Weg daran vorbei führen würde das gute deutsche Zeug mit viel Geld und Mühe herüber schicken zu lassen.
Nein, unmittelbar hätte unserem Filius der amiländische Stoff wohl nicht geschadet. Aber langfristig wäre er damit wahrscheinlich nicht gut bedient gewesen. Aber weiter in die Zukunft denken als ein Vierteljahr, dem Abrechnungszeitraum der meisten börsennotierten Firmen hier, tut hier sowieso keiner. Wie die kleinen Kinder rennen sie in ihr Verderben. Aber immerhin gibt es dann gegen all die Allergien, Zipperlein, Schmerzen und Unbefindlichkeiten später jede Menge Pillen.
Gestern war ich in einer Drogerie und da verkauften sie Klarsichtboxen mit sieben Kompartments, die nochmals in vier kleinere Einheiten unterteilt waren. Das war eine Pillenbox zum organisieren der wöchentlichen Pillendosis, mit genügend Raum für mindestens zwei Dutzend Pillen pro Tag. Und wir kennen Leute, für die das schon Unterbringungsprobleme geben würde.
Ich war gestern mit unserem kleinen Mann beim Arzt (Ohrenentzündung mal wieder ...) und die erste Frage die man mir dort stellte war, welche Medikamente er denn regelmäßig einnehmen würde. Er ist drei Jahre alt. Und dass er irgendwelche Mittel gegen Allergien, Depressionen, Schlaflosigkeit, Wipp-Wuppigkeit, zur Lernunterstützung oder gegen Sommersprossen nimmt, wäre hier ganz normal. Wir bekommen dann immer ungläubige Blicke, wenn die Antwort ist: Er nimmt nichts. Er futtert ab und zu einmal Dreck und mag vor allen Dingen seine eigenen Popel. That's it.
Wir versuchen also so gesund wie möglich zu essen (Popel sind besonders lecker wenn sie grün sind, behauptet mein Sohn ...) und das hat seinen Preis. Den sind wir gerne bereit zu zahlen. ich fuerchte aber, dass wir immer noch genug ungesundes Zeug hier zu uns nehmen und dass wenn wir dann wieder in Deutschland sind, unsere Körper erst einmal ein paar Monate brauchen werden um zu entgiften ...
Diese Woche hat McDonalds bekannt gegeben, seit Beginn dieses Jahres werde kein Fleisch mehr verwendet, welches mit Ammoniumhydroxid behandelt wurde. Diese Chemikalie wird in der Lebensmittelindustrie dazu benutzt um Fleischabfälle von Mikroorganismen zu befreien und sie somit für den menschlichen Verzehr geeignet zu machen. Das gleiche Mittel wird übrigens auch in Düngemitteln und Sprengstoffen verwendet.
Anscheinend wurden den Hamburgern von McDonalds in der Vergangenheit bis zu 15 Prozent dieser minderwertigen, sonst zu Hundefutter verarbeiteten Ekligkeiten, zugeführt. Allerdings wohl überwiegend in den USA, da in anderen Ländern die Fleischkontrollen sehr viel strikter sind.
Die hiesige nationale Lebensmittelaufsichtsbehörde, Food and Drug Administration (FDA), hat jedenfalls Ammoniumhydroxid als ungefährlich für den menschlichen Verzehr eingestuft, da es sich dabei ja nicht um ein Zusatzmittel, wie zum Beispiel Konservierungsmittel, handelt, sondern nur um ein Hilfsmittel zur industriellen Zubereitung von Lebensmitteln. Nach einem Gesetz von 1994 konnten sie auch gar nicht anders entscheiden, denn dieses Gesetz besagt dass die FDA nur dann einschreiten kann wenn sich ein Lebensmittelzusatz erwiesenermassen als schädlich herausgestellt hat. Und da die Lebensmittellobby Geld genug hat um eigene Studien zu finanzieren ... ein Schelm, der Gutes dabei denkt.
Nun also hat McDonalds aber von sich aus diese dubiose Praxis eingestellt. Nun ja, ein bisschen Druck war schon mit dabei - ein prominenter TV-Koch hat nämlich einen regelrechten Kreuzzug geführt. Und jetzt war wohl der Imageschaden greifbar geworden, daher die oeffentliche Abkehr vom weiteren Einsatz des ob seiner Farbe so genannten "Pink Slime".
Diese Affäre hat hier in den USA für einen halben Tag so etwas wie eine Debatte über Gesundheitsbewusstsein losgetreten. Viele Kommentatoren wiesen - zurecht - darauf hin, dass die Lebensmittelindustrie noch weitaus bedenklichere Praktiken zur Gewinnmaximierung anwendet und dass vor allen Dingen in Fast Food noch weitaus gefährlichere Chemikalien und Ingredienzien zum Einsatz kommen.
aber auch in dem, was für billiges Geld in den Supermärkten angeboten sind, wimmelt es nur so vor Chemie. Ja, es gibt auch organische Lebensmittel und solche, die nach Grundsätzen der Lebensmittelreinheit hergestellt werden. Aber wenn man dafür 2 Dollar pro Gurke im Gegensatz zu 59 Cents für ein "lebensmitteltechnisch modifiziertes" Produkt zahlen soll ... gesund zu essen kann man sich hier in Amiland nur leisten wenn man gut verdient.
Geld hilft aber auch nicht, wenn man kein Bewusstsein für gutes, gesundes Essen hat. Nicht umsonst ist die amiländische Bevölkerung durchschnittlich fetter, kranker und gebrechlicher als alle anderen um sie herum. Ich kenne nicht einen Ami, der nicht irgendwelche Pillen gegen diverse Allergien, Depressionen, Zipperlein und schmerzen nimmt. Nicht einen! So richtig gesund ist hier keiner.
Wenn man ein ganzen Leben lang mit Chemie voll gestopft wird, ist man mit spätestens vierzig halt am Ende dessen angelangt was der Körper aushalten kann. Und viele fangen, vor allen Dingen mit Allergien, schon im Kindesalter mit den Malaisen an.
Nicht umsonst haben wir damals vor drei Jahren das Babypulver für unseren Jüngsten aus Deutschland importiert. Klar gibt es auch hier Babynahrung - ein Blick auf die Zutatenliste jedoch hat damals gereicht und es war klar, dass kein Weg daran vorbei führen würde das gute deutsche Zeug mit viel Geld und Mühe herüber schicken zu lassen.
Nein, unmittelbar hätte unserem Filius der amiländische Stoff wohl nicht geschadet. Aber langfristig wäre er damit wahrscheinlich nicht gut bedient gewesen. Aber weiter in die Zukunft denken als ein Vierteljahr, dem Abrechnungszeitraum der meisten börsennotierten Firmen hier, tut hier sowieso keiner. Wie die kleinen Kinder rennen sie in ihr Verderben. Aber immerhin gibt es dann gegen all die Allergien, Zipperlein, Schmerzen und Unbefindlichkeiten später jede Menge Pillen.
Gestern war ich in einer Drogerie und da verkauften sie Klarsichtboxen mit sieben Kompartments, die nochmals in vier kleinere Einheiten unterteilt waren. Das war eine Pillenbox zum organisieren der wöchentlichen Pillendosis, mit genügend Raum für mindestens zwei Dutzend Pillen pro Tag. Und wir kennen Leute, für die das schon Unterbringungsprobleme geben würde.
Ich war gestern mit unserem kleinen Mann beim Arzt (Ohrenentzündung mal wieder ...) und die erste Frage die man mir dort stellte war, welche Medikamente er denn regelmäßig einnehmen würde. Er ist drei Jahre alt. Und dass er irgendwelche Mittel gegen Allergien, Depressionen, Schlaflosigkeit, Wipp-Wuppigkeit, zur Lernunterstützung oder gegen Sommersprossen nimmt, wäre hier ganz normal. Wir bekommen dann immer ungläubige Blicke, wenn die Antwort ist: Er nimmt nichts. Er futtert ab und zu einmal Dreck und mag vor allen Dingen seine eigenen Popel. That's it.
Wir versuchen also so gesund wie möglich zu essen (Popel sind besonders lecker wenn sie grün sind, behauptet mein Sohn ...) und das hat seinen Preis. Den sind wir gerne bereit zu zahlen. ich fuerchte aber, dass wir immer noch genug ungesundes Zeug hier zu uns nehmen und dass wenn wir dann wieder in Deutschland sind, unsere Körper erst einmal ein paar Monate brauchen werden um zu entgiften ...
Saturday, February 12, 2011
Dip and Squeeze
Etwas Neues für die Rubrik: "Erfindungen, die die Welt verändern" ...
Bisher gab es in den Fast-Food-Läden hier immer diese kleinen Plastikbeutelchen mit Ketchup zum mit nehmen - da waren 9 g drin, das reichte gerade mal für drei Fritten. Außerdem saute man sich regelmäßig ein, denn aufreißen des Beutels und heraus drücken des Inhalts gelang eigentlich nie ohne Pannen.
Aber damit ist es jetzt endlich vorbei - denn nun gibt es Dip & Squeeze, die neuste Erfindung der Firma Heinz Tomato Ketchup aus Pittsburgh, Pennsylvania.
Statt einem labbrigen Beutel mit undefinierter Aufreißzone haben wir jetzt eine Ketchup-Flasche im Mikro-Format aus relativ stabilem Plastik vor uns.
Reißt man die Spitze ab (... ja, die hat eine Perforation und eine deutliche Markierung ...), kann man ganz gefahrlos den Ketchup - sagenhafte 27 g, also dreimal so viel wie die bisherigen Beutel - bis fast zum letzten Tropfen heraus drücken.
Schält man hingegen die gesamte Abdeckung ab (... auch hier eine deutliche Markierung und Anleitung, wo und wie das zu geschehen hat ...), findet man ein kleines Schälchen vor, in das man seine Fritten hinein tunken kann.
Wer jemals seinen Ketchup im Einwickelpapier eines Burgers aufgehäuft hat, weil die einzige andere Alternative die Nutzung einer fusseligen Papier-Servierte gewesen wäre, kann ermessen welch ein Fortschritt damit erreicht wurde.
Die einzige Frage, die sich mir in dem Zusammenhang stellt ist: wieso sind die erst jetzt darauf gekommen ...???!
Bisher gab es in den Fast-Food-Läden hier immer diese kleinen Plastikbeutelchen mit Ketchup zum mit nehmen - da waren 9 g drin, das reichte gerade mal für drei Fritten. Außerdem saute man sich regelmäßig ein, denn aufreißen des Beutels und heraus drücken des Inhalts gelang eigentlich nie ohne Pannen.
Aber damit ist es jetzt endlich vorbei - denn nun gibt es Dip & Squeeze, die neuste Erfindung der Firma Heinz Tomato Ketchup aus Pittsburgh, Pennsylvania.
Statt einem labbrigen Beutel mit undefinierter Aufreißzone haben wir jetzt eine Ketchup-Flasche im Mikro-Format aus relativ stabilem Plastik vor uns.
Reißt man die Spitze ab (... ja, die hat eine Perforation und eine deutliche Markierung ...), kann man ganz gefahrlos den Ketchup - sagenhafte 27 g, also dreimal so viel wie die bisherigen Beutel - bis fast zum letzten Tropfen heraus drücken.
Schält man hingegen die gesamte Abdeckung ab (... auch hier eine deutliche Markierung und Anleitung, wo und wie das zu geschehen hat ...), findet man ein kleines Schälchen vor, in das man seine Fritten hinein tunken kann.
Wer jemals seinen Ketchup im Einwickelpapier eines Burgers aufgehäuft hat, weil die einzige andere Alternative die Nutzung einer fusseligen Papier-Servierte gewesen wäre, kann ermessen welch ein Fortschritt damit erreicht wurde.
Die einzige Frage, die sich mir in dem Zusammenhang stellt ist: wieso sind die erst jetzt darauf gekommen ...???!
Thursday, December 9, 2010
Ketchup & Fries
Da fährt man nun stundenlang über endlose Highways und irgendwann meldet sich dann der Magen. Aber irgendwo beim nächsten McDoof anzuhalten ist nicht frin, es sind ja nur noch zwei Stunden bis zum Ziel und bald wird es auch noch dunkel, da möchste man keine Zeit verschwenden. Aber tanken muß man mittlerweile auch, also verbindet man das eine mit dem anderen und kauft zum Spirt noch was essbares.
Nun ja ... legen wir den Begriff "essbares" hier mal etwas großzügig aus. 450 Kalorien pro Packung, davon gut die Hälfte vom Fett kommend, 240 mg Salz, keine Vitamine, kein Eisen, dafür aber auch kein Cholesterin und garantiert kein einziges Gramm der bösen, bösen Trans-Fette.
Ketchup und Fritten von Burger King ... aus der Tüte.
Im Grunde sind das nur Kartoffelchips, die so gewürzt sind, dass sie nach Ketchup und Fries schmecken ... aber original so wie bei Burger King!
Natürlich war ich außer hungrig auch noch neugierig, als ich da so durch die Tankstelle in der alabamischen Provinz strich - also habe ich sie ausprobiert.
Und danach war mir die ganzen letzten zwei Stunden der Fahrt richtig übel ... obwohl ich noch nicht einmal die Hälfte der Tüte gegessen hatte. Ich glaube, irgendwie hat meinem Magen der Whopper dazu gefehlt ...
Nun ja ... legen wir den Begriff "essbares" hier mal etwas großzügig aus. 450 Kalorien pro Packung, davon gut die Hälfte vom Fett kommend, 240 mg Salz, keine Vitamine, kein Eisen, dafür aber auch kein Cholesterin und garantiert kein einziges Gramm der bösen, bösen Trans-Fette.
Ketchup und Fritten von Burger King ... aus der Tüte.
Im Grunde sind das nur Kartoffelchips, die so gewürzt sind, dass sie nach Ketchup und Fries schmecken ... aber original so wie bei Burger King!
Natürlich war ich außer hungrig auch noch neugierig, als ich da so durch die Tankstelle in der alabamischen Provinz strich - also habe ich sie ausprobiert.
Und danach war mir die ganzen letzten zwei Stunden der Fahrt richtig übel ... obwohl ich noch nicht einmal die Hälfte der Tüte gegessen hatte. Ich glaube, irgendwie hat meinem Magen der Whopper dazu gefehlt ...
Thursday, December 31, 2009
The World's largest ... whatever!
Diese Jahr war so voller Abenteuer, spannender Erlebnisse und außergewöhnlicher Dinge, dass es schwer fällt etwas daraus hervorzuheben.
Und nur der Vollständigkeithalber hier noch die Geschichte, wie wir in Orlando nacheinander in dem weltgrößten McDonalds und dem weltgrößten Checkers waren.
... Wow, ehrfurchtsvolles Schweigen. Ja, dolle Sachen gibt es in Orlando.
Nach unserem Besuch des Orlando Magic Games hatten wir noch Hunger (die $6 Hotdogs im Stadion waren nicht wirklich übermäßig sättigend ...) und unser Weg ins Hotel führte uns am weltgrößten McDonalds vorbei,
Also nix wie rein und erstmal gestaunt - da gibt es mehr als nur Big Macs. Die haben Pizza dort, und Tacos und Kuchen und Salate und Sandwiches und vieles mehr.
Und ungefähr zweitausend Kassen, von denen eine offen war. Nachdem wir in der sich nicht von der Stelle bewegenden Schlange davor eine Viertelstunde gewartet hatten beschlossen wir die Straßenseite zu wechseln und zum Checkers zu gehen.
Wie das Schild beweist, es ist ebenfalls das weltgrößte Etablissement dieser Burger-Kette. Wir konnten unser Glück kaum fassen, bestellten Burgers und Fries und ... nee, ehrlich, ich habe zwei Bissen aus dem Burger genommen und mich dann den Fries zugewandt. Muffig und irgendwie alt schmeckte das Ding und die fetttriefenden Fries waren wenigstens einigermaßen genießbar. Man hätte sie auch mit Käsesoße haben können, übrigens ...
Auch die Atmosphäre in diesem Laden ... heimelig, charmant, aber wenigstens einigermaßen sauber.
Das wäre dann also auch abgehakt und von der Liste der Restaurants gestrichen, die man gerne wieder besucht.
Das nächste Mal in Orlando müssen wir dann herausfinden, ob die auch einen weltgrößten Burger King haben ...
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