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Thursday, December 9, 2010

Ketchup & Fries

Da fährt man nun stundenlang über endlose Highways und irgendwann meldet sich dann der Magen. Aber irgendwo beim nächsten McDoof anzuhalten ist nicht frin, es sind ja nur noch zwei Stunden bis zum Ziel und bald wird es auch noch dunkel, da möchste man keine Zeit verschwenden. Aber tanken muß man mittlerweile auch, also verbindet man das eine mit dem anderen und kauft zum Spirt noch was essbares.
Nun ja ... legen wir den Begriff "essbares" hier mal etwas großzügig aus. 450 Kalorien pro Packung, davon gut die Hälfte vom Fett kommend, 240 mg Salz, keine Vitamine, kein Eisen, dafür aber auch kein Cholesterin und garantiert kein einziges Gramm der bösen, bösen Trans-Fette.
Ketchup und Fritten von Burger King ... aus der Tüte.
Im Grunde sind das nur Kartoffelchips, die so gewürzt sind, dass sie nach Ketchup und Fries schmecken ... aber original so wie bei Burger King!
Natürlich war ich außer hungrig auch noch neugierig, als ich da so durch die Tankstelle in der alabamischen Provinz strich - also habe ich sie ausprobiert.
Und danach war mir die ganzen letzten zwei Stunden der Fahrt richtig übel ... obwohl ich noch nicht einmal die Hälfte der Tüte gegessen hatte. Ich glaube, irgendwie hat meinem Magen der Whopper dazu gefehlt ...

Sunday, October 12, 2008

Family Restaurant

Nach jetzt beinahe drei Wochen mit unserem neuen Baby beginnt sich so langsam das Leben wieder zu normalisieren. Nachdem der kleine Mann seine ersten Impfungen hinter sich hat, beginnen wir wieder Dinge mit der ganzen Familie zu unternehmen. Ein Meilenstein war der heutige Restaurantbesuch.


Nun ist das hier mit Kindern ja sowieso völlig easy und stressfrei. Aber mit einem Neugeborenen, einer zickigen Zweijährigen und einem pubertierendem Teenager ist das dann doch schon ein kleines Abenteuer.


Ausgesucht hatten wir uns das Ruby Tuesday am Highway 72 - das liegt zwei Fahrminuten von unserem Haus, sodaß ein geordneter Rückzug jederzeit möglich war, sollte das Chaos zu groß werden.


Wurde es aber nicht und wir haben diesen Familienausflug wirklich genossen. Nicht zuletzt deshalb, weil für die Kinder so prima gesorgt wurde. Ohne dass wir einen Ton sagen mußten war sofort ein Hochstuhl für die Zweijährige da und ein sogenannter "Sling" für den kleinen Mann in seiner Babyschale. Das Ding ist einfach ein gekreuztes Holzgestell, das von zwei Stoffbändern zusammen gehalten wird und in das man die Babyschale einfach herein stellt. Simpel und effektiv.


Dann wurde ich gefragt, ob das Essen für unsere Mittlere sofort serviert werden soll oder mit dem der übrigen Familie. Die denken dort echt prima mit. Dass sie ein Malbuch mit Stiften zur Beschäftigung bekam versteht sich sowieso von selbst.


Und das Publikum dort war auch sehr angenehm - überwiegend Familien, was zu einer sehr gediegenen und ruhigen Atmosphäre beitrug. Und die Hintergrundmusik war hier endlich mal wirklich in Hintergrund - in den meisten anderen Restaurants ist sie so laut, dass man sich nur übers Handy miteinander unterhalten kann.


Ach ja, das Essen war übrigens auch exzellent - die Steaks waren perfekt und mein Burger war auch prima. Und die Salatbar vorneweg trug auch zur guten Stimmung bei.


War nicht ganz billig aber da werden wir sicherlich wieder hingehen.


Und als wir das so saßen kam mir der Gedanke, dass wir mit unserer Prinzessin vor zwei Jahren in Deutschland auch mal essen gegangen sind - zu Burger King und McDonalds. Weil es dort garantiert rauchfrei war. Und sich niemand über ein schreiendes Kind aufgeregt hat. Und weil man dort irgendwie besser auf Kinder eingestellt ist als in den "traditionellen" Restaurants - wird das Chaos, das Kinder unweigerlich beim Essen auf dem Tisch und darunter hinterlassen ohne Kommentar einfach beseitigt? Hier ist das, wie gesagt, alles kein Problem. Es sind halt "Family Restaurants" im wirklichen Sinne - ohne Kinderfreundlichkeit würden sie ja auch einen Großteil ihres Geschäftes verlieren. Hier sind Familien eben nicht "Randgruppen" - siehe die sehr aufschlußreiche Bemerkung eines gewissen deutschen TV Koches ...



Monday, August 25, 2008

Cheeburger

Man sagt den Amis ja nach, dass sie keine Esskultur haben. Stimmt nicht, ihre ist nur etwas anders. Sozusagen an Rekorden orientiert. Sportlich halt.
Die Rechnung gibtäs meistens schon dann, wenn man gerade den ersten Bissen des Hauptgerichtes im Mund hat - avanti, avanti, es wollen auch noch andere essen. Free Refill der Getränke ist ein landesweiter Wettbewerb im sich-mit-Cola-zuschütten-bis-man-einen-Zuckerschock-hat. Sie sprechen gerade mit dem amtierenden regionalen Champion von Alabama, nur so am Rande. Und die Portionen sind so bemessen, dass ein Sumo Ringer davon satt werden würde - viel hilft viel. Und man kann es sich ja einpacken lassen, wenn was übrig bleibt.
Und dann gibt es diese Läden, in denen man irgendetwas pervers großes, überdimensioniertes und total aufgepumptes bekommt - endlich hat auch Huntsville so einen Laden!
Cheeburger Cheeburger heißt er und sein Motto ist: Bigger is Better!


Hier gibt es wirklich prima Burger zu essen, die man sich mit allem belegen kann was die Küche hergibt - eine Variante, die ich selbst gesehen habe, hatte Knoblauch, Tabasco Sauce, Meerrettich und Zwiebeln drauf. Egal, Hauptsache groß und ordentlich was drauf.
Die verkaufen einem auch den Pounder - das ist ein Pfund Hackfleisch, gewogen nach dem Braten, also echte 454 g. Oder in einer anderen Maßeinheit: zwei Big Mac. So what. Kann mich ja nun überhaupt nicht schocken, der doch schon die Megha-Steaks auf Cattleman's Ranch in El Paso, TX bezwungen hat.
Nun ja, habe ich mir also diesen Pfundsburger gegönnt. Mit ein bißchen BBQ Sauce, etwas Tomate und Salat.

Wenn man den Punder schafft, fotografieren sie einen und das Foto wird an die Wall of Fame gehängt. Big Deal ... na ja, ich war schon den ganzen übrigen Tag ziemlich satt. Aber eine richtige Herausforderung ist das eigentlich nicht. Mit Pommes dazu hätte die Sache allerdings schon etwas anders ausgesehen ...

Tuesday, April 29, 2008

No credit ... no check

Heute beim Wendy's. Der Kunde vor mir will seinen Burger bezahlen und reicht seine Kreditkarte über den Counter. Die Lady dahinter nimmt sie, dreht sie einmal um, zuckt mit den Schultern, gibt sie wieder zurück und wünscht dem Kunden eine gute Mahlzeit und einen schönen Tag. Der guckt verdutzt - ich im übrigen auch - und da erklärte sie ihm (leise), dass ihre Kreditkartenmaschine leider kaputt sei und solange die nicht repariert ist, jeder der mit Karte zahlen will seine Mahlzeit umsonst bekommt. Ist ja auch logisch. So mancher hat einfach kein Bargeld bei sich und die Leute dann wieder wegzuschicken wäre schlechte Publicity. Ist ja nicht deren Schuld, dass die Maschine defekt ist. Da nimmt man lieber einen kleinen Profiteinbruch in Kauf und hat dafür zufriedene Kunden, die sicher bei der nächsten Burgerentscheidung die goldenen Bögen wieder links liegen lassen um dahin zu gehen, wo man noch als König behandelt wird.
Dummerweise hatte ich mir gerade Geld aus dem Automaten gezogen und den Schein, mit dem ich bezahlen wollte, bereits in der Hemdtasche stecken. Die freie Mahlzeit fiel also für mich aus - macht aber nix, ich hatte wenigstens mein kostenloses Aha-Erlebnis.