Heute also habe ich es endlich geschafft - ich bin im Wheeler National Wildlife Refuge gewesen.
Berühmt ist dieses Naturschutzgebiet, das eine Ausdehnung von 142 Quadratkilometern hat (zum Vergleich: Der National Park Harz hat 24 qkm; Bryce Canyon National Park: 144 qkm; City of San Francisco: 121 qkm; Hannover: 204 qkm) vor allen Dingen als einer der Hauptpunkte für die alljährliche Wintermigration der nördlichen (Waser-)Vogelwelt. Gänse, Enten, Reiher, Schwäne, Ibisse - alles was sich im und am Wasser am wohlsten fühlt kommt nach Wheeler wenn es im Norden anfängt ungemütlich zu werden. Am 03. Januar 2007 waren das zum Beispiel tatsächlich gezählte 46280 Wasservögel.
Nun haben wir aber gerade Frühling, und einen sehr schönen sogar, sodass sich die Zahl der Wasservögel auf eine Handvoll Einheimischer begrenzt. Dafür hat Wheeler aber noch andere Kostbarkeiten zu bieten.
Eine davon ist ein ausgedehntes Sumpf-System mit Zypressen und Tupelo-Bäumen. Zu dieser Jahreszeit sind die meisten Insekten noch nicht geschlüpft und so kann man tatsächlich dort einige Zeit verbringen ohne völlig zerstochen und zerbissen zu werden. In einem Monat kriegen mich da keine zehn Pferde mehr hin.
Aber heute war es doch recht interessant, wenn auch ein wenig gespenstisch. Nein, ich überlasse alle Sümpfe dieses Planeten gerne furchtloseren Zeitgenossen als ich es bin, oder auch gerne den vielbeinigen Krabbel- und Fliegkameraden. Ich warte inzwischen gerne geduldig auf die Wasservogel-Invasion im nächsten Winter ...
Von Deutschland nach Alabama ... ein Abenteuer der besonderen Art. Erlebnisse, Gedanken, Absonderlichkeiten - was mir so ein- und auffällt. Und wieso der komische Name - We're French? Siehe rechts unter "About me" ...
Showing posts with label National Park. Show all posts
Showing posts with label National Park. Show all posts
Wednesday, April 4, 2012
Tupelo Swamp
Wednesday, October 13, 2010
Little River Canyon
Im äußersten Nordosten von Alabama, ungefähr zwei Autostunden von Huntsville entfernt, findet man eine kleine Perle der Natur - wenn man sie denn sucht.
Das Little River Canyon National Preserve gehört zum Nationalparksystem der USA, ist aber kaum jemandem außerhalb von Nord-Alabama und Süd-Tennessee bekannt. Dabei wird er der "Grand Canyon des Südens" genannt.
Nun ja, im Größenvergleich verliert er haushoch gegen seinen "Rivalen" im Westen - aber 400 m hohe Wände sind auch nicht zu verachten. Im Gegensatz zum Grand Canyon, dessen Felswände nackt sind, ist der Little River Canyon überwiegend bewaldet. Auch ist der Little River eher ein Rinnsal, im Gegensatz zu den oftmals reißenden Fluten des Colorado River.
Trotzdem, beeindruckend ist es schon - und eine schöne Landschaft kann man dort allemal bewundern. Vor allen Dingen im Herbst, wenn die Bäume ihre Farben wechseln. Nun hat Nord-Alabama längst nicht den hohen Ahorn-Anteil, der die Neuengland-Statten jedes Jahr in ein rotes Blättermeer verwandelt. Hier sind es eher dezente Schattierungen in Rost, Braun und Karmesin, durchsprinkelt mit ein paar gelben Akzenten, die das Bild beherrschen. Hat auch was.
Nachdem wir ja letzte Woche in den Smokies eine Woche zu früh dran waren um die Herbstfarben in voller Pracht zu erleben, war es für den Little River Canyon schon etwas spät - viele Blätter lagen schon auf dem Boden.
Es hat sich trotzdem gelohnt - der Park ist alles andere als überlaufen und so kann man in aller Ruhe die schöne und teilweise richtig spektakuläre Landschaft genießen. Nur Bären, die gibt es dort nicht ...
Das Little River Canyon National Preserve gehört zum Nationalparksystem der USA, ist aber kaum jemandem außerhalb von Nord-Alabama und Süd-Tennessee bekannt. Dabei wird er der "Grand Canyon des Südens" genannt.
Nun ja, im Größenvergleich verliert er haushoch gegen seinen "Rivalen" im Westen - aber 400 m hohe Wände sind auch nicht zu verachten. Im Gegensatz zum Grand Canyon, dessen Felswände nackt sind, ist der Little River Canyon überwiegend bewaldet. Auch ist der Little River eher ein Rinnsal, im Gegensatz zu den oftmals reißenden Fluten des Colorado River.
Trotzdem, beeindruckend ist es schon - und eine schöne Landschaft kann man dort allemal bewundern. Vor allen Dingen im Herbst, wenn die Bäume ihre Farben wechseln. Nun hat Nord-Alabama längst nicht den hohen Ahorn-Anteil, der die Neuengland-Statten jedes Jahr in ein rotes Blättermeer verwandelt. Hier sind es eher dezente Schattierungen in Rost, Braun und Karmesin, durchsprinkelt mit ein paar gelben Akzenten, die das Bild beherrschen. Hat auch was.
Nachdem wir ja letzte Woche in den Smokies eine Woche zu früh dran waren um die Herbstfarben in voller Pracht zu erleben, war es für den Little River Canyon schon etwas spät - viele Blätter lagen schon auf dem Boden.
Es hat sich trotzdem gelohnt - der Park ist alles andere als überlaufen und so kann man in aller Ruhe die schöne und teilweise richtig spektakuläre Landschaft genießen. Nur Bären, die gibt es dort nicht ...
Labels:
Alabama,
Little River Canyon,
National Park,
natur
Sunday, May 18, 2008
Great Smoky Mountains National Park

Wir waren übers Wochenende im Great Smoky Mountains National Park in Tennessee. Sind nur fünf Stunden Fahrt, also für amerikanische Verhältnisse eine Spritztour. Samstag hin, Sonntag wieder zurück, von 32 Stunden, die wir weg waren, haben wir gut die Hälfte im Auto verbracht (und dabei rund 1200 km zurück gelegt). Hat sich aber gelohnt - wie immer.
Im Vergleich zu meinem letzten Besuch im April 2004 musste ich leider feststellen, dass der Baumbestand der Nadelhölzer in den höheren Lagen durch Abgase, Smog und sauren Regen noch mehr gelitten hat. Ansonsten ist alles beim Alten geblieben. Inklusive der unsäglichen Städte Pigeon Forge (Unterhaltung Marke Dollywood ...) und Gatlinburg (eine Mischung aus Las Vegas für Arme und Disneyworld für Hillbillys ...). Es soll Leute geben, denen der Park total egal ist und die nur wegen der Amüsierschuppen dorthin fahren.
Nun ja, wir waren jedenfalls im Park. Leider konnten wir aufgrund der knapp bemessenen Zeit nur zwei Attraktionen besuchen - Clingmans Dome und Cades Cove. Hat sich aber absolut gelohnt - alleine auf Clingmans Dome in gut 2000 m Höhe zu stehen und sich im eiskalten Wind einen abzufrieren ... nein, das Panorama ist die Frostbeulen tatsächlich wert. Und Cades Cove ist sowieso immer schön. Rehe und Truthähne haben wir dort gesehen, brütende Schwalben, Schmetterlinge und fiese Alien-Insekten. Eine Reise, die sich trotz aller Strapazen lohnt und die wir sicher irgendwann noch mal machen werden - aber dann vielleicht mit etwas mehr Zeit im Gepäck ...



Labels:
Gatlinburg,
Mountains,
National Park,
Smokies,
Smoky Mountains
Subscribe to:
Posts (Atom)


