Thursday, December 31, 2009

The World's largest ... whatever!

Diese Jahr war so voller Abenteuer, spannender Erlebnisse und außergewöhnlicher Dinge, dass es schwer fällt etwas daraus hervorzuheben.
Und nur der Vollständigkeithalber hier noch die Geschichte, wie wir in Orlando nacheinander in dem weltgrößten McDonalds und dem weltgrößten Checkers waren.
... Wow, ehrfurchtsvolles Schweigen. Ja, dolle Sachen gibt es in Orlando.

Nach unserem Besuch des Orlando Magic Games hatten wir noch Hunger (die $6 Hotdogs im Stadion waren nicht wirklich übermäßig sättigend ...) und unser Weg ins Hotel führte uns am weltgrößten McDonalds vorbei,
Also nix wie rein und erstmal gestaunt - da gibt es mehr als nur Big Macs. Die haben Pizza dort, und Tacos und Kuchen und Salate und Sandwiches und vieles mehr.



Und ungefähr zweitausend Kassen, von denen eine offen war. Nachdem wir in der sich nicht von der Stelle bewegenden Schlange davor eine Viertelstunde gewartet hatten beschlossen wir die Straßenseite zu wechseln und zum Checkers zu gehen.







Wie das Schild beweist, es ist ebenfalls das weltgrößte Etablissement dieser Burger-Kette. Wir konnten unser Glück kaum fassen, bestellten Burgers und Fries und ... nee, ehrlich, ich habe zwei Bissen aus dem Burger genommen und mich dann den Fries zugewandt. Muffig und irgendwie alt schmeckte das Ding und die fetttriefenden Fries waren wenigstens einigermaßen genießbar. Man hätte sie auch mit Käsesoße haben können, übrigens ...





Auch die Atmosphäre in diesem Laden ... heimelig, charmant, aber wenigstens einigermaßen sauber.
Das wäre dann also auch abgehakt und von der Liste der Restaurants gestrichen, die man gerne wieder besucht.
Das nächste Mal in Orlando müssen wir dann herausfinden, ob die auch einen weltgrößten Burger King haben ...


Friday, December 25, 2009

AVATAR



Wir haben vorgestern die Zukunft des Kinofilms gesehen. Nicht mehr und nicht weniger als eine Revolution ist es, was James Cameron mit AVATAR auf die Leinwand gebracht hat, vergleichbar vielleicht mit dem ersten Tonfilm.
Wir haben uns die 3D-Version angesehen und es hat uns umgehauen.
Die 3D-Effekte sind nicht von der Sorte, die man in Disneyworld zu sehen bekommt - so nach dem Motto, ich schieße den Pfeil Richtung Publikum und jeder duckt sich.
Nein, das hier war viel subtiler. Manchmal war man sich gar nicht mehr bewußt, dass man überhaupt in einem 3D-Film saß, so natürlich war man mitten im Geschehen - als ob man selbst Teil des Filmes sei.
Und auch die computergenerierten Landschaften und Darsteller waren so lebensecht, dass der einzige Sinn, der einem sagte dass man eben doch "nur" einen Film anschaute und nicht mittendrin war in dieser Welt, der Geruchssinn war. Wenn sie das auch noch in den Griff bekommen, steht einem totalen Erlebnis a la Holodeck nichts mehr im Wege.

Die Story selbst ist nicht so überragend - aber dafür ist James Cameron ja auch nicht bekannt. Der Mann will unterhalten und mächtige Bilder schaffen, die das Kino der Zukunft definieren.
Dass am Ende der edle Held, gewandelt und geläutert durch die Kraft der Liebe und der Vernunft, die genauso edlen Wilden in den erfolgreichen Kampf gegen die bösen Ausbeuter von der Erde führt, ist ein Standard in Hollywood. Man muß eben die Erwartungen des Publikums befriedigen - und wieso nicht, der Film trägt durchaus eine deutliche Botschaft in sich, die deutlich kritische Bezüge zur typischen Kanonenbootpolitik der USA beinhaltet. Das dürfte einigen Ultrarechten hier im Lande, so sie denn diese Botschaft inmitten des Special-Effects Feuerwerkes das da abgebrannt wird, überhaupt mitbekommen.

Nun ja, wie gesagt, der Film wird sicherlich keinen Oscar für die originellste Story bekommen. Dafür aber wird er in allen anderen Kategorien gnadenlos abräumen - verdientermaßen.
Nach AVATAR wird in Kino nichts mehr so sein wie vorher ...

Thursday, December 24, 2009

Merry Christmas, ya'll ...


Edible Arrangement

Freunde haben uns zu Weihnachten ein "Edible Arrangement" geschenkt.
Das sind verschiedene Früchte (Ananas, Weintrauben, Melone, Erbeeren usw.), die in Form eines Blumenstrausses arrangiert sind.
Das Ganze wird dann frei Haus geliefert - ist so eine Art Fleurop, nur mit Früchten.
Die übrigens wirklich frisch sind prima schmecken ...


Wednesday, December 23, 2009

Again, and again, and again ....

Da brauchten wir diesmal ja wirklich nicht lange zu warten.
Freunde wollten uns zu Weihnachten eine Kleinigkeit zukommen lassen (ein "edible buqet" - siehe nächster Eintrag).
Der Lieferservice war gestern zweimal vergeblich ... richtig, in der Lane. Nicht im Drive. Ich krieg die Krise! Das geht langsam mehr als nur auf die Nerven.
Das Buqet ist zum Glück gut gekühlt ein paar Tage haltbar und übersteht so eine Verwirrung schon mal unbeschadet.
Meine Nerven allerdings ...

Tuesday, December 22, 2009

Energy saving is for douchbags


Der Wahnsinn nimmt kein Ende. Die neueste Spielart in der Reality-Show "Let's ruin the Earth for our Grandkids" ist dieses:


Richtig gesehen: das ist ein TV auf einer Zapfsäule. Dort laufen Werbesendungen. Ich bin sprachlos ...


Twinkle, twinkle ... Kopenhagen

War da nicht was? Neulich erst, irgendwo in Europa? Haben sie sich nicht alle getroffen in Kopenhagen, die Mächtigen der Welt, um diesen Planeten ein und für alle mal zu erretten?
Und wenn schon, was kümmert es den durchschnittlichen Amiländer, wenn ein paar winzige Südseeinseln absaufen, weil die Pole schmelzen. Und New Orleans ist ja eh schon hin, da verliert die Welt auch nicht unbedingt eine Perle aus ihrer Krone aus Schrott, Schutt und Scham.
Was machen da schon die paar Gigawatt Strom extra zur Weihnachtszeit - von soetwas geringfügigem wie einer Erwärmung der Erde um zwei Grad in den nächsten paar Jahrzehnten läßt man sich doch nicht die Freude am höchsten Konsumfest überhaupt nehmen.
Und überhaupt, ist diese ganze Geschichte mit dem Treibhauseffekt nicht kürzlich erst als großer Schwindel und Angstmacherei einiger geltungssüchtiger Wissenschaftler entlarvt worden? Eben. Nix passiert, wir machen weiter wie bisher - der Strom kommt ja aus der Steckdose ...








Garage fixed at the Drive

Es geschehen noch Zeichen und Wunder ... na ja, ist halt die Weihnachtszeit, da passieren solche Dinge ja andauernd.
Unser Garagentor ist repariert. Es funktioniert besser als je zuvor. Der Garagenreparaturmann hat sogar den Pfusch, den Mister Ed im März, als der Motor des elektrischen Garagentoröffners kaputt gegangen war, angerichtet hat (siehe Eintrag vom 16.03.2009), fachmännisch und blitzschnell beseitigt. Jetzt hebt und senkt sich das Tor wieder ohne Gequitsche, ohne Ruckeln und Zuckeln und bis ganz herunter zum Garagenboden. Und für das alles hat er nur gute vierzig Minuten gebraucht.
Es gibt also doch gute Handwerker hier, die nicht aus Mexiko sind und ihr ... nun ja, Hanhdwerk eben ... verstehen.
Dass er uns erst beim dritten Versuch gefunden hat, war nicht seine Schuld. Das lag tatsächlich daran, dass ihm niemand gesagt hatte, dass es in unserer Siedlung wichtig ist den Zusatz zum Straßennamen zu beachten. So war er zweimal in der Lane gewesen und hatte dort alles in Ordnung gebracht.
Als er heute anrief um Bescheid zu geben, dass er auf dem Weg war, habe ich ihm dreimal eingeschärft, wie er uns findet - nein , nicht die erste Straße nehmen sondern die zweite, dort wo das Stop-Schild steht ...
Hat ja auch geklapppt. Aber nervig ist es schon, wenn das immer erst wiederholte Anläufe braucht.
Mal sehen, wann es das das nächst Mal passiert ...

Monday, December 21, 2009

New Garage for the Lane

Unter der immer wieder beliebten Rubrik: "Verwirrung stiften durch idiotische Namensgebung" ...

Unsere Garage läßt sich nicht mehr öffnen. Der elektrische Sklave hat irgendwie keine Lust mehr, vielleicht klemmt auch nur irgendwas, ein Seil ist gerissen oder was weiß ich.
Was genau kaputt ist, interessiert mich nicht groß, daß mein Auto drin stand und ich es nicht herausbekam dafür umso mehr.
Na ja, wir haben ja noch ein zweites Auto, also außer ein paar ad-hoc Umplanereien, zu spät in den Dienst kommen und zusätzlicher hin- und herfahrerei kein so großes Drama.
Am abend haben wir dann mit vereinten Kräften das Tor manuell angehoben, Auto rausgefahren und damit war das größte Ärgernis dann auch beseitigt.

Nun ja, dachten wir, naiv wie wir nunmal sind.
Natürlich hatte ich sofort der Hausverwaltung Bescheid gesagt und ordentlich Druck gemacht - zu dem Zeitpunkt stand mein Auto ja noch in der Garage und das schwere Tor bekam ich alleine nicht auf.
Ein paar Stunden später dann der Anruf einer Garagentor-Firma, einen Termin ausgemacht ... und gewartet.
Die kamen nicht, zu viel zu tun, also den Termin auf den nächsten Tag verschoben.
Wieder vergeblich gewartet. Die Hausverwaltung angerufen, Dampf abgelassen. Die versprachen sich darum zu kümmern (ja, wir spielen hier desöfteren stille Post ...) und dann habe ich erstmal übers Wochenende nichts mehr gehört.
Also wurde ich heute persönlich bei der Hausverwaltung vorstellig.
Lynette, ein ganz patentes und bemühtes Südstaatengewächs, rief sofort bei der Firma an und die sagten ihr, wieso, der Job ist doch schon längst erledigt, Tor repariert und funktioniert wieder.
Und da wußte ich, was passiert war. Klar hatten die ein Garagentor repariert ... in der Lane, und nicht bei uns im Drive!
Ja, meinten die bei der Firma, das Haus hätte schon irgendwie leerstehend ausgesehen (die letzten Mieter sind vor ein paar Wochen ausgezogen ...), aber das Garagentor war offen, also ist man hinein (man hatte ja einen Auftrag, da gilt hier die Privatsphäre nix ....) und hat munter drauflosrepariert (... irgendetwas ist bei den hiesigen Garagentoren immer zu reparieren ...).
Da war es wieder, unser altbekanntes Problem der idiotischen Straßennamen. Und das, obwohl ich der Firma explizite Anweisungen gegeben hatte, wo und wo nicht sie hinzufahren hatten.
Nutzt alles nix, die fahren immer alle in die falsche Straße. Manno, das nervt gewaltig!
Und das Ende vom Lied?
Die neuen Mieter in der Lane haben nun ein frisch repariertes Garagentor (... keine Ahnung wer das bezahlt, ist mir auch egal ...), wir haben einen neuen Termin für unser Tor und die nächste Verwechslung läßt garantiert nicht lange auf sich warten. Wird wahrscheinlich die Feuerwehr sein, die unverrichteter Dinge wieder abmarschiert, weil das gemeldete Feuer augenscheinlich ein Fehlalarm war ...

Sunday, December 20, 2009

Overtime

27 für die Titans zu 24 für die Dolphins nach Verlängerung. Das war eines der besten Football-Spiele, die ich je live oder am TV miterlebt habe.
Dabei hatten die Titans zu Beginn des letzten Quarters noch ganz komfortabel mit 24 zu 6 geführt. Aber das eherne Gesetz im Sport lautet nun mal: Es ist nicht vorbei, ehe es vorbei ist.

Und kalt war es, saukalt - knappe drei Grad auf dem Spielfeld, oben in den Tribünen wo wir saßen sicherlich noch ein paar Grad weniger.
Um uns herum vereinzelte Dolphin-Fans - man rückte zusammen und wärmte sich gegenseitig (siehe Foto).
Das finde ich immer noch faszinierend im US-Sport - es gibt durchaus Rivalitäten zwischen Teams, auf dem Platz und auf den Rängen, man tauscht Spottgesänge aus, malt witzige Schilder zum hochhalten und frotzelt sich gegenseitig bis man blau anläuft. Aber alles bleibt immer freundschaftlich und wird nie aggressiv.



Schön war es auch mal wieder das alte Ritual des halbnackten Beschwörungstanzes beobachten zu können. Wenn das eigene Team zurückliegt oder das andere Team gefährlich nahe herangekommen ist, wird um den Beistand der Footballgötter gefleht. Und damit die sehen, dass man es auch ernst meint, bringt man ein Menschenopfer dar - man zieht sich aus und wird furchtbar krank danach.
Das funktioniert natürlich nur bei richtig kalten Temperaturen, im September bewirkt man damit eher, dass so eine Art Strandgefühl aufkommt.
Aber diesmal hat es ganz prima gewirkt - die zwei Jungs unter uns (später kam noch ein dritter hinzu, der allerdings nach kurzer Zeit blau anlief und sich wieder anzog, der Warmduscher) waren erfolgreich beim Beschwören der Götter, die den Titans eine Interception schenkten und den anschließenden Field-Goal Kick durch die Torstangen leiteten.



Jetzt also sind die Titans, nachdem sie die ersten sechs Spiele ziemlich sang- und klanglos verloren hatten, bei 7-7 angekommen und haben sogar noch leise Hoffnungen die Playoffs zu erreichen. Die Dolphins dagegen sind mit dieser Niederlage raus aus den Playoffs - diese Temperaturen sind sie in Miami einfach nicht gewohnt und daher nicht vertraut mit den kältebedingten Menschenopfern, die in nördlicheren Breiten die Götter milde stimmen ...

Saturday, December 19, 2009

Galaxy of Lights

Der Hunstville Botanical Garden veranstaltet jedes Jahr zur Weihnachtszeit allabendlich eine Show - "Galaxy of Lights".
Auf einem etwa zweieinhalb Kilometer langen Kurs durch den Garden sind gut 700 Lichtinstallationen aufgestellt, einige recht einfach und klein, andere wieder sehr komplex und groß.
Nicht unbedingt alles weihnachtlich vom Thema her - da gibt es Dinosaurier, Raketen, Schmetterlinge, Szenen aus Kinderliedern, Naturbilder und vieles mehr neben Weihnachtsbäumen, Santa, Krippenszenen und so weiter.
Und natürlich beguckt man sich das alles vom Auto aus - im Schritttempo. Nicht unbedingt die umweltschonenste Art und Weise, dafür aber warm und trocken und nicht so anstrengend wie per pedes. Dazu trällert Weihnachtsmusik aus dem Autoradio, das man auf die eigens für diese Veranstaltung geschaltete Radiostation einstellt.
Schöne Sache, das. Hat uns allen sehr gut gefallen, vor allen Dingen die Kinder waren begeistert.
War eine richtig prima Einstimmung auf die Weihnachtswoche ...









 

 

 

 

Friday, December 18, 2009

I'll show you how christmas is done right ...


Der neueste Schrei bei der Weihnachtsdekoration sind dieses Jahr lebensgroße aufblasbare Karusselle, in denen Santa auf irgendwelchen Eisbären umherreitet ... kosten ein Schweinegeld und verbrauchen jede Menge Strom.
Mit einfachen Lichterketten ums Dach, blinkenden Drahtweihnachtbäumen und aufblasbaren Schneemännern kann man schon lange keinen Blumentopf mehr gewinnen. Heutzutage geht nichts mehr ohne High-Tech, drehende und sich bewegende Figuren, mehr Leuchtkraft und mehr Bling.

Aber dann gibt es noch die Traditionalisten, die ihre Weihnachtsschmuckgefechte ohne diesen neumodischen Firlenfanz austragen.
Nach dem Motto: stellst du dir einen lebensgroßen  Plastikschlitten mit vier lebensgroßen Rentieren in die Einfahrt ...




... kontere ich mit zwei echten, lebenden Rentieren in meinem Vorgarten. Das wollen wir mal sehen, wer hier wen aussticht ...




Die beiden Häuser liegen übrigens tatsächlich in der gleichen Straße ... die spinnen, die Römer ...

Wednesday, December 16, 2009

XXL




Als ich das letzte Mal von Huntsville nach Deutschland umgezogen bin, also vor gut fünf Jahren, hatte ich Kleidung in XXXL bis XXXXL im Koffer. Meine Hosengröße war (US) 46, meine Schuhgröße auch (im deutschen Maßsystem).
Heute ist meine neue Jacke (3-in-1, für nasses, kaltes und moderates Wetter, mit herausnehmbarem Fleece-Innenteil) angekommen - in XXL. Paßt wie angegossen. Morgen kommt dann meine neue Flughose an (ich fliege so oft, da brauche ich etwas bequemes, strapazierfähiges mit vielen Taschen,  und eine Jeans erfüllt das nur bedingt) - Größe 40. Nachdem mir vor dem letzten Flug am Metaldetektor meine bisherige Flughose (Größe 42) nach entfernen des Gürtels fast bis auf die Knöchel gerutscht ist, war es an der Zeit sich zu verkleinern.
Ich schrumpfe also, werde weniger, nehme ab. Ohne wirklich etwas besonderes dafür zu  tun. Außer dass ich relativ gesund esse (ja, Southern BBQ ist Soulfood und damit auch gesund ...), wenig Cola und andere Softdrinks zu mir nehme (wir geben sehr viel Geld für importiertes italienisches Mineralwasser aus ...) und eigentlich auch den Verzerr von Süßigkeiten sehr eingeschränkt habe (Gummibärchen zählen nicht ...).
Außerdem beweisen alle Statistiken ja auch, dass verheiratete Menschen gesünder sind als Singles.
Dazu noch der Stress im Job (ja, den habe ich tatsächlich ...) und voila, da steht er dann, der Strich in der Landschaft.
Nur meine Schuhgröße ist immer noch dieselbe ...

Thursday, December 10, 2009

Blackberry

Mein Arbeitgeber hat mir einen neuen Mitarbeiter zugeteilt - Mr. Blackberry.
Er ist nicht so sexy wie das i-Phone, mit nur sehr beschränkten Multi-Media Fähigkeiten, keinen total crazy Apps und ohne großen Touchscreen. Dafür ist er eine Arbeitsbiene mit besten Verbindungen zu unserem e-mail Server.
Wenn ich bisher von einer einwöchigen Dienstreise ins Office gekommen bin, warteten immer so um die 150 e-mails auf mich. Das dauerte dann gut einen halben Tag um überhaupt mal die unwichtigen zu löschen, die wichtigen zu überfliegen und die brandeiligen zu bearbeiten.
Das kann ich jetzt abends im Hotel machen und damit effektiv Zeit sparen, die ich sonst zusätzlich am Schreibtisch im Office verbringen müßte.

Telefonieren kann man mit dem Blackberry auch und er übernimmt automatisch meinen Outlook Kalender.
Und noch ein verdammt gutes Feature hat das Ding - es hat einen Ausschalter. Am Wochenende will ich von dem ganzen Wahnsinn nämlich nix hören. Angemacht wird es erst wieder am Montag, wenn ich auf dem Weg ins Office bin. Immer erreichbar sein ist nichts, was ich wirklich anstrebe. Aber meine e-mails abrufen, wenn ich mal in einem diesen ellenlangen Meetings gefangen bin, ist schon eine Arbeitserleichterung.



Wednesday, December 9, 2009

Flood

Es hat heute geregnet. Die ganze Nacht hindurch hat es geschüttet wie aus Kübeln. Eines unserer Fenster hielt den Wassermassen nicht mehr stand - die Dichtung versagte und ein stetiger Strom ergoss sich in unser Wohnzimmer.
Und am morgen konnte man die Ausmaße der nächtlichen Sinntflut bewundern - dies ist der Indian Creek, ein sonst gemütlich vor sich hinfließender Bach von vielleicht drei Metern Breite. Soviel dann zum angeblich nicht stattfindenden Klimawandel ... aber das ist eine andere, traurige Geschichte.



Sunday, December 6, 2009

Winter Wonderland

Und dann war da gestern plötzlich Schnee. Mittags war alles schon wieder weg. Das war es dann für diesen Winter ...




Slimy Bastard





Und da war dann noch dieser schleimige Bastard, der beim Spiel Orlando Magic gegen New York Knicks vor mir saß. Und jede, aber auch jede Frau anmachte, die bei ihm vorbei kam. So auf die überplumpe Tour "Oh, excuse me Miss, but your shoes are very pretty ...".
Was soll das? Denkt er, damit eine abschleppen zu können? Oder ist er einfach nur froh, dass er mal einen freien Abend mit den Kumpels hat und nutzt das dann aus um mal wieder so richtig über die Stränge zu schlagen? Denn, wie man an dem goldenen Schimmer an seiner Hand erkennen kann, ist er offensichtlich vertraglich schon woanders gebunden - und wahrscheinlich völlig unterm Pantoffel.
Und die so dumm angemachten Frauen? Die flöteten mit schöner Oberflächlichkeit "Oh, thank you very much" zurück und sahen zu, dass sie Land gewannen. Und die ganze Zeit saß ich da und hoffte darauf, dass er mal eine anmachen würde, deren dreihundert Pfund schwerer Freund dann gerade vom Bierholen zurück kam ...

It's a kind of Magic

Ich bin ja nun recht oft auf Dienstreise in Orlando. Normalerweise sieht der Tagesablauf dann so aus, dass von acht Uhr morgens bis sechs Uhr abends Meetings sind, um sieben Uhr abends wird dann in irgendeinem der zahlreichen Restaurants etwas gegessen, dann noch im Hotelzimmer ein wenig TV geguckt, ab ins Bett und am nächsten Tag dann wieder von vorne.
Von Orlando, immerhin die Heimat von Disneyworld, Sea World, den Universal Studios und zahllosen anderen Entertainment-Gelegenheiten bekommt man dabei nichts mit.

Aber ab und zu gönnt man sich sich dann doch etwas, wenn sich die Gelegenheit ergibt - wie zum Beispiel ein Spiel der Orlando Magic, ihres Zeichens letztjähriger Finalist in der NBA, der nationalen Basketball Liga und auch dieses Jahr wieder gut mit dabei.
Karten waren noch zu haben - das Spiel war nicht ganz ausverkauft -, allerdings entweder für sehr teures Geld mit Super-Blick auf das Spielfeld, oder für relativ günstige 60 Dollares direkt hinter dem Korb ... was blickfeldmäßig reichlich bescheiden ist.

Ganz ehrlich muß ich zugeben, dass ich weder die Regeln vollständig kenne, noch mich jemals sehr für Basketball interessiert habe. Daher war es mir reichlich egal, dass ich von meinem Platz das Spielgeschehen nur so am Rande mitverfolgen konnte. Aber das ganze drumherum war, wie bei einer US-Sportveranstaltung üblich, das Eintrittsgeld schon wert.

Zu Beginn wurde die Nationalhymne live von einer jungen Dame gesungen, deren Vater der Präsident irgendeiner wohltätigen Sache ist. Gar nicht mal so übel, der Vortrag.
Dazu stellte sich dann, in voller Uniform und mit den Flaggen der USA, des Staates Florida und der Gemeinde Orlando bewaffnet, die Color Guard des Orange County Corrections Department auf der Spielfläche auf.
Nur mal so zum Vergleich, man stelle sich vor auf Schalke würde vor einem Bundesligaspiel die Flaggen-Garde der JVA Castrop-Rauxel auflaufen ...

Nun ja, so sind sie halt, die Amis, und als wir das dann alles hinter uns hatten ging das Spektakel nahtlos weiter. Die gegenerische Mannschaft wurde kurz und schmerzlos begrüßt und dann wurde jeder Spieler "unserer" Orlando Magic mit Flammen und Rauch vorgestellt - siehe Bild unten.



Und auch Cheerleader haben sie. Im Vergleich zu denen der NFL sind sie hier aber sehr viel jünger - siehe Bild unten.
Nein, ganz ernsthaft, die haben nicht nur Cheerleader, sondern auch eine Kindertruppe, die in den Pausen tanzt und anfeuert, eine Seniorentruppe, und noch ein paar andere Amateurtruppen ... Entertainment pur also, wie es sich für die Heimat von Disneyworld eben gehört.
Wir hatten das zweifelhafte Vergnügen, dass an diesem Abend 1970er-Nacht war. Scheußliche Mode damals ...


 

In der Halbzeitpause wurde dann verdiente Mitbürger geehrt und eine Gruppe von Absolventen der hiesigen Uni, die einen Abschluß in Sportmanagement gemacht hatten wurde gefeiert. Was hier nicht alles mit einem akademischen Titel versehen wird ...




 

Nun ja, das Spiel selbst war relativ früh entschieden. Die in dieser Saison offenbar völlig abstinkenden New York Knicks hatten nie den Hauch einer Chance und das Endergebnis von 118 : 104 spiegelt nicht die wahren Kräfteverhältnisse wider.




Alles in allem ein tolles Erlebnis, auch wenn es mit zwei Stunden Gesamtdauer (die spielen ja nur 12 Minuten in einem Viertel ... Weicheier) im Vergleich zu Baseball (mindestens drei ...) und Football (regelmäßig drei ...) ein wenig kurz war.
Auch waren die Bratwürste mit $8.50 unverschämt teuer, aber das nur so nebenbei.
Und ganz ehrlich, ein Basketball-Fan bin ich jetzt auch nicht geworden - die spielen in den Pausen Hip-Hop und Rap Musik, was mir ziemlich auf die Nerven geht.
Dann schon lieber Country Music bei den Titans in Nashville ...

Friday, December 4, 2009

Knees with space


Wir fliegen ja seit kurzem nicht mehr mit Delta, weil US Airways einen besseren Rabatt für unseren Laden gewährt.
Erst war ich ja skeptisch, denn die Flüge gehen über Charlotte, North Carolina und sind gut ein Drittel länger als mit Delta über Atlanta. Nachdem ich nun aber zum ersten Mal diese neue Strecke geflogen bin muß ich sagen dass wir uns da erheblich verbessert haben.
Nicht nur ist der Charlotte Airport ein kleines Juwel, zudem viel kleiner und übersichtlicher als das Monster Atlanta. Auch die Fliegerei mit US Airways ist viel angenehmer - die haben nämlich einen vernünftigen Sitzabstand auch auf Inlandsflügen. Delta streitet ja heute noch mit Lufthansa, wer von beiden den negativen Sitzabstand erfunden hat ...
Nur dass sie für die Aufgabe eines Koffers 25 Dollares verlangen ist eine Frechheit. Delta nimmt nur 20 ...


I Phone, You Phone

Nee, ich mag diesen ganzen Hype um all diese tollen Apple i-pods, i-phones und i-wasweißichnichtnochalles nicht. Aber zugegeben, manchmal ist sowas schon ganz nützlich - und ziemlich cool.
Relativ spontan hatten wir uns am Montag Abend nach dem Abendessen im Ale House bei einem Pitcher Miller Light entschlossen, am Mittwoch zum Basketballspiel der Orlando Magic zu gehen. Da brauchten wir nur eben mal vier Karten dafür.
Kein Problem, alle anderen außer mir zückten sofort ihre i-Phones, gingen auf die Ticketmaster Seite im Internet und Minuten später hatten wir die Tickets. Faszinierend.
Oder am Tag darauf, als wir nicht genau wußten wo das Restaurant war zu dem wir wollten - i-Phone raus, Google Maps konsultiert und im Nu waren wir dann da.
Oder während des Meetings, als ich meinem Chef dringend eine e-mail schreiben mußte um den letzten Sachstand zu erfahren - Null Problemo, ruckfatz und die Sache war erledigt.
Nur Geld drucken kann das Ding noch nicht - aber auch dafür wird es bald einen App geben ...

Friday, November 27, 2009

Flip Flops

Was haben Huntsville und Casablanca gemeinsam?
Sie liegen auf dem gleichen Breitengrad und im Sommer ist es furchtbar warm.
Wobei unterscheiden sie sich voneinanander?
Die Marrokaner ziehen sich witterungsgerecht an, die Alabamians ... nicht so sehr.

Heute war es hier in der Gegend schweinekalt, so um die drei Grad Celsius tagsüber, bei strahlendem Sonnenschein und eisigem Wind.
Wir waren trotzdem mit den Kindern auf dem Spielplatz, natürlich dick eingepackt und somit relativ imun gegen die Witterung.
Andere Bewohner dieses Landstrichs hingegen ... ich kann mir das nur so erklären, dass da manche automatisch "Sonne" mit "Wärme" gleichsetzen. In T-Shirts und Shorts sprangen da einige Kinder herum und auch so manche Eltern hatten den Polarpelz zu Hause gelassen.
Den Vogel abgeschossen hat jedoch eine junge Frau, die obenherum mit Mütze, dicker Daunenjacke und Handschuhen prima warm gewesen sein dürfte - und an den unbesockten Füßen Flip-Flops trug.
Nun ja, ist vielleicht so eine Art Kneipp-Kur, oder die Treter mußten mal wieder richtig ausgelüftet werden.
Oder vielleicht sind wir Europäer auch nur totale Weicheier, die einfach nicht verstehen, dass Kälte nur im Kopf stattfindet. Immerhin war ja Sonnenschein satt und somit alles halb so wild ...


Sunday, November 8, 2009

Fall Color Special

Der öffentliche Nah- und Fernverkehr wird ja hier in Amiland fast ausschließlich mit dem Flugzeug abgewickelt. Jede einigermaßen wichtige, große oder auch nur zentrale Stadt hat zumindest einen Regionalflughafen.
In Europa dagegen fährt man mit der Bahn. Die gibt es hier zwar auch noch, aber das Streckennetz ist eher jämmerlich. Ich habe vor vielen Jahren einmal überlegt, mit der Bahn nach Las Vegas zu fahren, so als Abenteuerreise durch die Prärie. Hätte vier Tage gedauert und wäre gut doppelt so teuer gewesen als mit dem Flugzeug. Außerdem wäre der nächstgelegene Bahnhof irgendwo in der Nähe von New Orleans gewesen. Die Bahn ist also keine echte Alternative.
Das war natürlich nicht immer so, bis in die sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts war die Eisenbahn noch ein recht weitgenutztes Transportmittel. Das Straßennetz mit Interstates und Highways war noch relativ dünn und der Luftverkehr steckte noch in den Kinderschuhen. Doch dann wurde alles anders und heute kennen die meisten Leute die Eisenbahn nur als ellenlange Güterzüge und haben keine Ahnung, dass damit auch einmal Personen transportiert wurden.
Zum Glück gibt es hier in Huntsville eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat die alte Tradition für künftige Generationen zu bewahren.
Das North Alabama Railroad Museum hat einige fahrbereite Lokomotiven und schön restaurierte Salonwagen, mit denen an Wochenenden durch die Landschaft gefahren wird. Immer schön im Schritttempo, denn die Schienen sind auch nicht mehr die allerbesten, die sechs Meilen zwischen Huntsville und Normal.
Das ist die alte - mittlerweile schon längst stillgelegte - Universitätsstrecke, die den Campus der Alabama A&M Universität mit dem Agrar-Center der Uni verbindet.
In dieser Jahreszeit gibt es verschiedene Sonderzüge - einen Gobblin-Express zu Halloween, den Santa Train zu Weihnachten und den Fall Color Special für die Herbstfarben.
Und mit dem sind wir gefahren.
Unser Salonwagen war aus dem Jahre 1940, und damit um einiges jünger als die Lokführer, Schaffner und sonstigen Helfer. Die Lok stammte aus den fünfziger Jahren - leider keine Dampflok, sondern "nur" Diesel, dafür aber schön restauriert und farbenfroh bemalt.
Das war schon ein tolles Erlebnis - die Fahrt dauerte gut anderthalb Stunden, wie gesagt im Schritttempo. Dazu gab es Hillbilly-Dixie-Music aus den Lautsprechern und ein nostalgisches Gefühl gratis dazu.
Wenn wir noch Karten dafür bekommen, werden wir auch noch den Santa Train mitmachen - er soll ja selbst mitfahren dort ...






 

 

Wednesday, November 4, 2009

Damn Yankees

Die New York Yankees sind für den Baseball, was Bayern München für die Bundesliga ist - das meißtgehaßte, supperreiche, auf den Titel abonnierte Team.
In dieser Saison haben die Yankees zweimal mehr für neue Spieler ausgebeben als alle anderen Teams der Liga zusammen. Mit dem Ergebnis, dass sie heute die World Series, das heißt die Meisterschaft, gewonnen haben. Zwar haben die Philadelphia Phillies, der letztjährige Meister, aufopfernd gekämpft. Doch gegen die Startruppe aus der Bronx, die seit diesem Jahr ein ihrem neuen Milliarden-Dollar Stadion spielen, hatten sie dann doch keine Chance. Das ist so, als ob die brasilianische Fußballnationalmannschaft gegen den FC St.Pauli spielt ...
Nun ja, sei ihnen der 27. Meistertiel gegönnt. Schließlich lag der letzte Titel ja schon acht Jahre zurück - und das sind in New Yorkzwei Ewigkeiten ...


Tuesday, November 3, 2009

May the Force be with us ...





In 233 Tagen kommt Star Wars nach Huntsville. Und wir sind dabei. Ich habe gerade unsere Tickets für die Premierennacht am 24. Juni 2010 bestellt.
Glück muß man haben - ich bin eine Minute nachdem die Website online gegangen ist darauf gestoßen. Klar wußte ich, was hier in 233 Tagen los sein wird - nur dass man dafür schon Tickets kaufen kann, war mir nicht bekannt.
Und so habe ich nun die ersten beiden Tickets überhaupt erstanden - hoffentlich kommen sie = Geek Alarm= nummeriert! Das wäre dann etwas, was man sich einrahmen lassen könnte ... nochmal: =Geek Alarm=!
Jetzt müssen wir nur noch das kommende Jahr um diesen Termin herumplanen ...

Out of Vaccine

Freitag wollten wir unsere beiden Kleinen bei unserem Kinderarzt gegen die Schweinegripppe impfen lassen (der Große bekommt die Impfung kostenlos in der Schule). Pustekuchen, es gibt keinen Impfstoff mehr. Und nun? Hoffen, dass irgendwann Nachschub kommt und bis dahin hier nichts passiert. Im Moment ist ja alles ruhig, aber wer weiß ob uns die Epidemie nicht doch noch trifft.

Saturday, October 17, 2009

I can't dance


This is the Deep South - dies sind die Südstaaten. Man hört das hier immer wieder, wenn unterstrichen werden soll dass etwas anders ist als in den übrigen USA.
Nach einiger Zeit beginnt man dann die meist feinen Unterschiede selber zu erkennen und braucht diesen Hinweis nicht mehr.

Man nehme nur das Tanzen als Beispiel.
In den USA wird ja überwiegend Square Dance getanzt. In den ganzen USA? Nein, ein kleines gallisches Dorf ...
Nun, hier in der Huntsville-Region (376.753 Einwohner) gibt es genau zwei Square Dance Clubs ( davon einer ausschließlich für Singles ...). Soviele gibt es mittlerweile auch in jeder mittleren deutschen Großstadt.
Ballroom Dancing (klassischer Gesellschaftstanz) andererseits findet man hier, wie in jeder mittleren deutschen Großstadt auch, an jeder Ecke - selbst die Kirchen bieten das an, siehe Bild.

 

Das ist schon eine recht merkwürdige Statistik, zumal der Square Dance, wie in 18 anderen US-Staaten, der offizielle Staats-Tanz von Alabama ist (es gibt auch den offiziellen Staats-Süßwasserfisch, -Salzwasserfisch, -Pferd, -Nuß, -Insekt, -Fossil, -Stein ...und vieles, vieles mehr).

Na gut, denkt man sich, man ist hier in den USA, will etwas typisch amerikanisches machen und tanzen fällt offensichtlich aus, wie wäre es denn mit Western-Reiten - auch so eine Ikone des amerikanischen Lebensstils.
Nun ja, reiten kann man hier durchaus - im europäischen Stil, also britische Fuchsjagd und so'n Zeugs. Western-Reiten? Nicht unbedingt totale Fehlanzeige, aber ähnlich wie Square Dance nur sehr spärlich vertreten.

Da kommt man dann doch schon ins Grübeln. Wie viel hat das hier noch mit den USA zu tun, die man aus TV, Kitsch und Klischee zu kennen glaubt?
Well, this is the Deep South.
Und hier richtet man sich nicht nach den kruden Moden der Yankees, sondern pflegt die feineren gesellschaftlichen Bräuche des kultivierten Europa.
Square Dance wurde schließlich in Neu-England erfunden - im Herzen der Nordstaaten. Und Western-Reiten hat hier auch nichts zu suchen- das sollen die Cowboys, die ja, wie man seit diesem Film weiß, sowieso alle andersherum sind, unter sich aus machen.
Hier gibt man den Subdivisions so Ur-britische Namen wie Wellington, Cobblestone, Steeplechase oder Fox Hunt, hier wird noch jährlich das Ritual der Debütantinnenbälle zelebriert, hier ziert die Staatsflagge das rote  Andreas-Kreuz, das auch Bestandteil des britischen Union Jack ist. Kurzum, hier ist das Bollwerk der europäischen (englischen) Lebensart gegen die barbarischen Un-Sitten der Yankee-Unkultur. Bei Gott, die da oben im Norden nennen ja sogar ihre Grillfeste "BBQ" - unwissende, einfältige Bastarde die sie sind. Dabei weiß doch hier im Süden jeder Säugling, dass echtes BBQ nichts mit grillen zu tun hat, sondern aus geräuchertem Pulled Pork, Turkey oder Beef besteht. Und dass man dazu weiße Soße reicht ... aber das ist wieder eine andere Geschichte.


Und was ist nun mit Square Dance als Staats-Tanz? Wurde von der Landesregierung in 1981 so bestimmt. Aber diese "Good Ol' Boys" nimmt in Alabama sowieso keiner richtig ernst. Sollen sie das eben in Montgomery tanzen - hier wird der Walzer rechtsherum gedreht ...


Sunday, October 4, 2009

Street Festival

Gestern fand hier in Madison das alljährliche Straßenfest statt - eine Mischung aus Karneval, Kirmes und Freiluftausstellung.
Es fing an um 08:45 Uhr mit der großen Parade durch die Altstadt von Madison und hörte auf um Punkt 16:00 Uhr. Es gab einige Freßbuden (griechisches Gyros!), Limonadenstände, keine Bierbuden natürlich, jede Menge Infostände von verschiedenen Gechäften, politischen Parteien, Kirchen und gemeinnützigen Organisationen, zwei Bühnen mit Musik- und Tanzvorführungen, Hüpfburgen und Face Painting, eine Greifvogelvorführung, eine Auto-Show, Fundraiser und Tombolas - kurz, alles was Madison so zu bieten hat.
Das Wetter war traumhaft, Mitte zwanzig Grad Celsius mit wolkenlosem Himmel und einem leichten Wind - ein perfekter Tag für die ganze Familie.
Hier ein paar Impressionen: